Die auf Resten eines Vorgängerbaus um 1130 errichtete Burg sollte dem Schutz der Besitzungen des Klosters Lorsch dienen. Als dieses 1232 dem Mainzer Erzbischof unterstellt wurde, begannen jahrhundertelange Streitigkeiten zwischen dem Erzbistum Mainz und den Pfalzgrafen als weltliche Territorialherren. 1264 gelangte die Burg an die Kurpfalz und überstand die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, aber 1674 wurde sie von den Franzosen geplündert und zerstört. Die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. machten die Burg damit als Verteidigungsanlage unbrauchbar. Die Ruine diente nun den Weinheimer Bürgern als Steinbruch für den Wiederaufbau ihrer Häuser. 1900 erwarb Freiherr von Berckheim die Reste der Burg, seit 1978 befindet sie sich im Besitz der Stadt Weinheim.
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